Waldarten weltweit und in Deutschland

Waldarten weltweit und in Deutschland

In diesem Blog Post gehen wir näher auf die diversen Waldarten ein, die es auf unserem Planeten gibt und werfen dann einen genauen Blick auf Deutschland: Welche Waldarten sind bei uns vertreten, welche Bäume findet man in unseren Breitengraden und wie hoch ist eigentlich der Anteil an Naturwäldern?

Waldarten weltweit: Einteilung nach Vegetationszonen

Grundsätzlich gilt: Bäume können nur wachsen, wenn eine bestimmte Menge an Niederschlag vorhanden ist und der Boden ausreichend mit Feuchtigkeit und Nährstoffen versorgt ist.

In Bezug auf die Standortbedingungen unterscheidet man grob in vier Haupt-Klimazonen: 

  • Polare Zone 
  • Gemäßigte Zone
  • Subtropische Zone
  • Tropische Zone

     

In der polaren und subpolaren Zone ist es meist bitterkalt und die Zeit, in der Pflanzen die nötigen Ressourcen für gesundes Wachstum habe, ist sehr kurz. Die Vegetation in einer solchen Umgebung, auch Tundra genannt, besteht aus Gräsern und kleinen Sträuchern.

Die gemäßigte Zone ist so groß, dass je nach Region andere Pflanzen gedeihen. Boreale Nadelwälder, auch Taiga genannt, erstrecken sich über die Nordhalbkugel der Erde. In Alaska, Skandinavien und Sibirien wachsen daher hauptsächlich Fichten und Tannen, in manchen Gebieten außerdem Kiefern und Lärchen. Sie überleben unter widrigen Bedingungen, haben nur kurze Wachstumsperioden und müssen schneereiche Winter, Temperaturen von bis zu minus 70 Grad und kurze, kühle Sommer überleben. 

Waldarten weltweit
Nadelwald in den Dolomiten (Quelle: Vadim Sherbakov via Unsplash)

In Mitteleuropa finden sich, sofern es sich nicht um Nutzwälder handelt, vor allem sommergrüne Laub- und Mischwälder. Mit dem Herbst beginnt die sogenannte temperaturbedingte Vegetationspause, die den Winter über anhält. 

Auch die Steppe zählt noch zur gemäßigten Klimazone. Die vorwiegend baum- und strauchlose Umgebung zeichnet sich vor allem durch hohe, trockenliebende Gräser aus.

In der subtropischen Zone, beispielsweise im Mittelmeergebiet, wachsen vor allem Hartlaubgehölze wie Oliven-, Pistazien- oder Lorbeerbäume. Sie benötigen für optimales Wachstum heiße und trockene Sommer und milde, regenreiche Winter. In heißeren Regionen, wie der Savanne, sieht man vereinzelt freistehende Bäume und in der Wüste wächst wegen des extremen Klimas kaum Vegetation. 

Die vierte Zone sind die Tropen und wer jetzt an Regenwald denkt, liegt genau richtig. Konstante Temperaturen über 20 Grad Celsius und hohe Luftfeuchtigkeit sind wahre Wachstums-Booster, deshalb zeichnen sich die Tropen durch eine große Artenvielfalt, riesige Bäume und immergrüne Vegetation aus. 

Waldarten in Deutschland: Einblick in unsere heimischen Wälder

Wie sieht es in Deutschland aus? Hier sind Laub- und Nadelwälder gleichmäßig verteilt, einen leichten Überschuss gibt es bei den Nadelwäldern.  

Lediglich 3% der Wälder in Deutschland sind jedoch heute noch Naturwälder, während der Anteil von naturfernen Nutzwäldern mit schnellwüchsigen Bäumen zur Holzgewinnung drastisch zunimmt.

Das ist schlecht für die Natur und das Klima: Monokulturen sind anfälliger für Schädlinge wie den Borkenkäfer und können extremen Wetterbedingungen wie Sturm oder Trockenheit nicht so gut trotzen wie naturnahe Wälder. Darüber hinaus verhindern wirtschaftlich genutzte Wälder Artenvielfalt, denn sie nehmen anderen Pflanzen Licht und Lebensraum. Im Gegensatz dazu schaffen naturnahe Wälder mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Bäumen, Sträuchern und Tieren ein gesundes Ökosystem.

Die weit verbreitetsten Bäume in Deutschland

Die in Deutschland am meisten verbreiteten Baumarten sind die Fichte und die Kiefer, danach folgen Buche, Eiche und die Birke. 

Mit Ausnahme von sandigen sowie extrem trockenen oder sehr feuchten Untergründen können Buchen auf unterschiedlichen Böden wachsen und sind daher weit verbreitet. Da sie kalte Temperaturen nicht verträgt, findet man die Buche weder in hohen Gebirgslagen noch in kalten Regionen wie Skandinavien. Stattdessen sieht man dort kälteresistente Bäume wie die Birke oder den Bergahorn.

In naturnahen Buchenwäldern wachsen, je nach Standortbedingung, oft auch andere Baumarten wie beispielsweise die Eiche. Diese Bäume brauchen sonnige und trockene Standorte, um optimal gedeihen zu können. 

Dort, wo andere Gehölze aufgrund von starker Nässe oder Trockenheit nicht wachsen, wächst die robuste Kiefer. Sie gräbt ihre Wurzeln tief in den Boden und bezieht von dort Wasser und Nährstoffe. 

Last, but not least: die Fichte. Dieser Baum ist sehr unempfindlich gegenüber der Witterung, braucht aber gute Bodendurchlüftung und genug Wasser. Fichtenwälder sind mit Abstand die häufigste Monokultur, von der sich Forstwirte wegen ihres schnellen Wachstums hohe Erträge erhoffen. Eigentlich findet man natürliche Nadelwälder in Mitteleuropa nur noch in den Hochlagen der Gebirge.

Fazit

Die unterschiedlichen Wälder auf der Erde können nur dann einen wertvollen Beitrag für unser Klima und die Natur schaffen, wenn sie als ganzheitliches Ökosystem behandelt werden. Und dafür braucht es möglichst viele natürliche Wälder.

Unser Team von TreePlantingProjects unterstützt daher Waldbesitzer*innen beim Waldumbau und setzt sich mit Aufforstungsaktionen dafür ein, dass der Anteil von vielfältigen, naturnahen Mischwäldern in Deutschland wieder steigt.

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