Übst du noch oder pflanzt du schon?

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Der vergangene Samstag, der 7. März 2020, war ein wichtiges Datum für TreePlantingProjects: In einem Waldstück in der Nähe von Burgbernheim haben wir im Rahmen einer Probepflanzung endlich die ersten Bäume in den Boden gebracht!

Was eine Probepflanzung ist? Nun, die meisten von uns TreePlantern sind leider keine Forstleute oder Landschaftsgärtner, und hatten vor TPP höchstens hobbymäßig mit Bäumen zu tun. Deshalb hielten wir es für ratsam, uns von Fachleuten in der Kunst des Bäumepflanzens unterweisen zu lassen, bevor am 28. März der Startschuss für unsere große RESPECT TPP-Pflanzaktion in Götteldorf fällt.

Mit Expertentipps zum Erfolg

Um 9:00 Uhr morgens ging es also los: Auf einem Parkplatz nahe unserer “Übungsfläche” trafen wir uns mit den Experten von der Forstbetriebsgemeinschaft Westmittelfranken. Besonders gefreut hat uns dabei, dass nicht nur das TPP “Stammpersonal” vor Ort war, sondern dass wir auch einige neue freiwillige Helfer in unseren Reihen begrüßen durften. Insgesamt hatten sich 14 lernwillige Pflanzer eingefunden.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde mit Kaffee und Kuchen ging es dann einige Meter bergauf durch den Forst zur vorbereiteten Pflanzfläche: Ein (Ex-)Waldstück, dessen ursprünglicher Baumbestand dem Wetter, dem Borkenkäfer und – schlussendlich – der Motorsäge zum Opfer gefallen war. Hier fand dann zunächst die fachliche Einweisung statt: In einer guten halben Stunde lernten wir von den FBG-Experten und der zuständigen Försterin, mit welchen Tricks man gesunde von kranken und toten Setzlingen unterscheiden kann, wie man Setzlinge bis zur Pflanzung aufbewahrt, was bei der Pflanzung selbst zu beachten ist und vieles mehr.

Hohlspaten und Bambusstock – Bäumepflanzen für Anfänger

Nachdem wir also verstanden hatten, welchen Anteil eines Setzlings bestenfalls die Wurzel ausmacht, bis wohin die jungen Bäume von Erde bedeckt werden sollten und warum es wichtig ist, bei der Pflanzung besonders auf das Wurzelwerk zu achten, kamen wir endlich zum praktischen Teil der Lektion.

Hohlspaten nach getaner Arbeit. Foto: TPP

Zum Pflanzen nutzten wir sogenannte Hohlspaten. Was klingt wie eine wenig schmeichelhafte Bezeichnung für Zeitgenossen mit beschränkter Auffassungsgabe, ist in Wirklichkeit ein vielseitiges Grabwerkzeug, das auch bei steinigem oder (wie in unserem Fall), wurzeldurchsetztem Erdreich genutzt werden kann: Ein Spaten nämlich, dessen Blatt einen Hohlraum formt, der es erlaubt, mit nur zwei Stichen ein Pflanzloch der passenden Größe auszuheben. Je nach Pflanze und Bodenverhältnissen, kann dann entweder nach dem Verfahren der Klemmpflanzung (die Pflanze wird mit dem vorher entnommenen Erdpfropf im Loch festgeklemmt) oder der Lochpflanzung vorgegangen werden (hier wird die Wurzel nach und nach mit Erde bedeckt).

Die Spaten sind so dimensioniert, dass die Pflanzlöcher automatisch die richtige Größe haben. Foto: TPP

Danach wird der Boden um den Setzling festgetreten und mit einem leichten Zug an der Pflanze wird sichergestellt, dass die Wurzeln richtig ausgerichtet sind. Zu guter Letzt muss die Stelle, an der der junge Baum wächst, noch mit einem Bambusstock markiert werden. So bleibt sie auch im Sommer bei hohem Gras und dichtem Gestrüpp auffindbar. Eine erfahrene Fachkraft kann mit dieser Methode in nur einer Stunde rund 50 Bäume pflanzen.

Ein lehrreicher Vormittag

Einzeln oder in Zweiergruppen machten wir uns an die Arbeit. Mit jeweils einem Meter Abstand zwischen den Setzlingen pflanzten wir in drei Reihen junge Eichen und Hainbuchen. Trotz besten Pflanzwetters (kühl und feucht) wurde uns allen bei der Arbeit recht schnell warm und wir kamen gut voran. Bereits am frühen Nachmittag war deshalb der zu Übungszwecken vorbereitete Flächenabschnitt mit mehreren Hundert Setzlingen vollständig bepflanzt. Es musste also nur noch der vom Frühstück übrig gebliebene Kuchen verspeist werden und schon war unsere Arbeit getan.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Helfern, die uns am Samstag unterstützt haben und ganz besonders bei unseren Pflanztrainern. Es war lehrreicher Tag und ein großer Schritt auf dem Weg hin zum RESPECT TPP Projektziel.

Die Pflanzstellen wurden mit Bambusstöcken markiert. Foto: TPP

Du konntest nicht bei der Probepflanzung dabei sein, möchtest aber trotzdem am 28.03. in Götteldorf mit uns Bäume Pflanzen? Kein Problem! Melde dich hier an oder komm einfach vorbei – du brauchst nur Schutzhandschuhe, Sicherheitsschuhe und wetterfeste Arbeitskleidung. Treffpunkt ist um 09:00 Uhr bei Gasthaus Fetz.

Damit wir auch weiterhin anpacken können, wird natürlich auch finanzielle Unterstützung benötigt. Gerne nehmen wir Spenden via PayPal oder als Überweisung an.

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