Schätze des Waldes – Eicheln

Du findest sie massig auf dem herbstlichen Waldboden: Eicheln. Allerdings ist diese Frucht giftig und kann nicht genutzt werden. Oder doch?
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Im Herbst gibt es Einiges, was man im Wald sammeln kann. Dazu gehören zum Beispiel Kastanien, Pilze oder auch Hagebutten. Vor allem Kinder haben großen Spaß daran, durch das herabgefallene bunte Laub zu rascheln und zu suchen. Wenig Beachtung finden dabei allerdings die Früchte der großen Eichen. Aber warum eigentlich? Sind Eicheln giftig? Schmecken sie nicht? Wir bringen Licht ins Dunkel und zeigen, wie und was du mit diesen Schätzen des Waldes anstellen kannst.

Große Bäume, kleine Früchte

Wie bereits erwähnt sind Eicheln die Früchte des Eichenbaumes, der zur Familie der Buchengewächse gehört. Die eindrucksvollen Bäume werden sehr alt und sind meist groß und stark gewachsen. Sie werden nicht umsonst auch als „König des Waldes“ bezeichnet. Wird es im Herbst stürmisch, prasseln die Eicheln von den hohen Ästen herab und man muss aufpassen, dass man nicht von ihnen getroffen wird. In Wäldern mit vielen Eichen ist dann der ganze Boden mit den hübschen Nüssen bedeckt. Es wäre also extrem praktisch, diese Früchte zu nutzen.

Eicheln sind giftig. Oder etwa nicht?

Oft heißt es, Eicheln seien giftig. Und das stimmt auch. Im rohen Zustand enthalten sie einen hohen Anteil an toxischen Gerbstoffen und sind deshalb nicht essbar. Unsere Urgroßeltern allerdings würden uns erzählen, dass vor allem nach dem Krieg die Eichel ein wertvolles Lebensmittel war. Im gerösteten Zustand kann aus Eicheln Kaffee, Brot und einiges mehr hergestellt werden. In alten Zeiten galt die Eiche bereits als „Brotbaum“, der Menschen in Notzeiten ernähren kann. Die Eichel ist also durchaus nicht nur für herbstliche Dekorationen zu verwenden, sondern ein wahrer Schatz des Waldes, der uns kostenlos mit Nährstoffen versorgt. Man muss eben nur wissen, wie man diesen Schatz verwendet.

Gesund und nährstoffreich – was die Eichel zu bieten hat

Wie gesund die Frucht der starken Eiche ist, ist leider in Vergessenheit geraten. Doch neben den Superfoods aus fernen Ländern, die du im Supermarkt findest, kann die regionale, kotenlose Frucht durchaus bestehen. In 100 Gramm Eicheln sind etwa 40 Gramm Kohlehydrate enthalten. Das erklärt, warum Menschen gerade in entbehrungsreichen Zeiten gerne auf den Kraftlieferanten zurückgegriffen haben. Zudem sind rund sechs Gramm Proteine und 24 Gramm Fett enthalten, überwiegend als ungesättigte Fettsäuren. Und auch mit Vitaminen kann der Schatz des Waldes punkten, nämlich mit einem hohen B-Vitamin-Gehalt. Allerdings sind auch giftige Gerbstoffe teil der Frucht, durch die Eicheln im rohen Zustand nicht nur ungenießbar, sondern sogar giftig sind. Die richtige Zubereitung ist das A und O.

Eichelnd auf dem Boden

Eicheln zubereiten und genießen

Hat man erst einmal Eicheln gesammelt und nachhause geschafft, stellt sich die Frage der Zubereitung. Da gibt es zum Glück viele verschiedene Möglichkeiten und je nach Gusto kannst du einiges mit den nussigen Früchten anstellen. Zunächst müssen sie allerdings die Gerbstoffe weichen. Es gibt verschiedene Methoden zur Ausschwemmung der giftigen Inhaltsstoffe. Eine davon findest du hier, zusammen mit Rezepten zur weiteren Verarbeitung, zum Beispiel für nahrhaftes Eichelbrot. Mit Eichelmehl kann man nicht nur Brot backen, sondern beispielsweise auch Nudeln herstellen. Zudem kannst du Eicheln als koffeinfreien Kaffeeersatz nutzen.

Wann soll ich Eicheln sammeln?

Grundsätzlich kannst du Eicheln bereits einsammeln, wenn die ersten Früchte auf den Boden fallen. Allerdings variiert der Gerbstoffgehalt nicht nur je nach Witterung und Standort des Baumes, sondern nimmt auch ab, wenn die Früchte keimen. Sie können also den ganzen Winter über und sogar danach noch gesammelt und genutzt werden, solang sie nicht faul oder schimmlig sind. Allerdings solltest du auch eine ausgetriebene Eichel nicht roh verzehren, auch wenn ihr Geschmack süßer ist als noch im Herbst.

Eicheln in der Hand

Eicheln außerhalb der Küche – Deko und Naturspielzeug

Natürlich sind die Nüsse mit ihren kleinen Hüten nicht nur nahrhaft und lecker, sondern auch wirklich hübsch. Ein Zweig der Eiche mit ihren bunten Herbstblättern und den kleinen Früchten bereichert jede herbstliche Dekoration. Die Eicheln ohne Zweig können als Dekoelemente genutzt werden, der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Genauso wie an Kastanien haben die Kleinen auch an Eicheln Spaß, denn mit den Hütchen und der ovalen Form können wunderbar kleine Figuren gebastelt werden.

Eicheln auf dem Boden

Sei kreativ mit den Schätzen des Waldes

Es lohnt sich also auf jeden Fall, beim nächsten Waldspaziergang Eicheln zu sammeln. Egal, was du mit den Schätzen des Waldes anfängst, wir freuen uns über Fotos, Ideen und Anregungen! Kontaktiere uns gerne und schick uns Bilder, egal ob über unsere Social Media Profile auf Facebook oder Instagram oder via Mail an hello@treeplantingprojects.com.

Natürlich erfährst du bei uns auch weiterhin Neues über Schätze des Waldes, die du kostenlos und regional findest und vielfältig nutzen kannst. Damit du alles direkt mitbekommst, folge uns auf Instagram und Facebook und schau gerne auf unserer Website vorbei.

Damit du auch in Zukunft die Schätze des Waldes entdecken und genießen kannst, müssen wir Aufforsten und den Wald schützen! Wie du selbst aktiv wirst und warum Wald auch im Kampf gegen die Klimakrise so wichtig ist, erfährst du auf treeplantingprojects.com und auf unseren Social Media Kanälen.

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