Wald­ster­ben: Der deut­sche Wald stirbt – aber war­um?

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Bäu­me pflan­zen ist eine gute Sache. Das hat sich mitt­ler­wei­le her­um­ge­spro­chen. Dass es aller­dings kei­ne gute Tat ist, son­dern drin­gend not­wen­dig in Anbe­tracht der abster­ben­den Wäl­der und des nahen­den Wald­ster­bens 2.0, das ist noch nicht allen bewusst. Bereits 110.000 Hekt­ar Wald sind in Deutsch­land zer­stört wor­den. Um die­sen Ver­lust aus­zu­glei­chen, müss­ten 300 Mil­lio­nen Bäu­me nach­ge­pflanzt wer­den, damit der alte Level erreicht wird. Wenn wir dann auch noch zusätz­lich auf­fors­ten möch­ten, wird schnell klar, wie viel Arbeit vor uns liegt. 

Die Grün­de des Wald­ster­bens in Deutsch­land

Deutsch­lands Ein­woh­ner waren immer fas­zi­niert von ihren Wäl­dern. Sie zogen die Men­schen magisch an, lie­fer­ten Bau- und Brenn­ma­te­ri­al sowie Essen in Form von Früch­ten, Pil­zen und Wild und waren gleich­zei­tig Stoff für gru­se­li­ge Mär­chen und Geschich­ten. Der Wald ist also nicht nur wich­tig für unser Kli­ma, son­dern auch ein Teil unse­rer Kul­tur und des Land­schafts­bil­des. In letz­ter Zeit geht der Wald aber spür­bar zurück. Dafür gibt es gleich meh­re­re Grün­de und die Rodung von Wald für Land­wirt­schaft, Stadt- und Stra­ßen­bau ist nur einer davon. 

Ein gro­ßer Fak­tor, der dem Dach­ver­band der Wald­be­sit­zer aktu­ell Sor­gen­fal­ten beschert, ist die Kom­bi­na­ti­on von Schäd­lin­gen und dür­rem Kli­ma. Es wer­den ins­ge­samt in den Jah­ren 2018 und 2019 70 Mil­lio­nen Fest­me­ter soge­nann­ten Schad­hol­zes anfal­len. So wird Holz bezeich­net, das z.B. durch Käfer­be­fall oder Umkni­cken durch Stür­me abstirbt. Doch war­um kommt es gera­de jetzt zu die­sem groß­flä­chi­gen Schäd­lings­be­fall, Stür­men und Dür­re? Die Ursa­che liegt, wie so oft, im Kli­ma­wan­del. 

Der Kli­ma­wan­del – Gift für unse­ren Wald

Unser Pla­net wird wär­mer. Das ist mitt­ler­wei­le ein­ge­hend belegt und durch Mes­sun­gen bewie­sen. Wel­che Aus­wir­kun­gen die Erd­er­wär­mung auf unser gesam­tes Öko­sys­tem hat, ist aller­dings noch nicht klar. Immer häu­fi­ger fällt auf, wie weit­rei­chend die Ver­än­de­run­gen sind, die durch das war­me und tro­cke­ne Kli­ma ent­ste­hen. Auch das Wald­ster­ben in Deutsch­land lässt sich teil­wei­se durch den Kli­ma­wan­del erklä­ren. Insek­ten und Pil­ze reagie­ren sehr schnell auf ver­än­der­te Tem­pe­ra­tu­ren. Die Wär­me spielt vie­len Arten in die Kar­ten, sodass sie sich explo­si­ons­ar­tig ver­meh­ren und den Wäl­dern, in denen sie leben, nach­hal­tig scha­den. Zu die­sen Insek­ten zäh­len zum Bei­spiel die Rau­pen der Schmet­ter­lings­ar­ten Schwamm­spin­ner und Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner, wel­che Eichen und ande­re Laub­bäu­me bei einer star­ken Popu­la­ti­on völ­lig kahl fres­sen. 

Auch der Fich­ten­bor­ken­kä­fer kann sich laut wis­sen­schaft­li­cher Mei­nung dank der gestie­ge­nen Tem­pe­ra­tu­ren beson­ders gut ver­meh­ren. Das liegt aber nicht dar­an, dass der Käfer bes­ser brü­tet oder frucht­ba­rer ist. Die Abwehr der Fich­te wird von dem tro­cke­nen Wet­ter gehemmt, sodass der Käfer die Bäu­me schnel­ler und effek­ti­ver befal­len und sich dadurch rasant aus­brei­ten kann. Eigent­lich wehrt sich die Fich­te gegen die Schäd­lin­ge, indem sie Harz bil­det und so die Rin­de schützt. Wird es zu tro­cken, bleibt kei­ne Flüs­sig­keit für die Harz­bil­dung übrig und der Schutz ent­fällt. 

Hit­ze scha­det Baum­be­stän­den – auch ganz direkt!

Nicht nur Käfer und ande­re Insek­ten, die sich durch das ver­än­der­te Kli­ma zu stark ver­meh­ren, scha­den den Wäl­dern. Die Hit­ze kann auch ganz direkt einen destruk­ti­ven Ein­fluss auf die Baum­be­stän­de haben. Bei Buchen wur­de bei­spiels­wei­se fest­ge­stellt, dass die Baum­kro­nen dür­rer wer­den. Das ist meist nur aus der Luft zu sehen, da die unte­ren Zwei­ge oft noch grün blei­ben. Es wird ver­mu­tet, dass es sich bei die­sem Scha­den um eine Art Son­nen­brand han­delt, eine Reak­ti­on des Bau­mes auf zu viel Son­nen­ein­strah­lung und zu tro­cke­nes Kli­ma. 

Auch der Ahorn lei­det unter der Hit­ze. Die soge­nann­te Ahorn-Ruß­rin­den­krank­heit brei­tet sich rasant aus. Es han­delt sich dabei um einen Befall mit einem Pilz, der bei Men­schen Gesund­heits­pro­ble­me ver­ur­sacht. Natür­lich gibt es noch wei­te­re Insek­ten, Pil­ze und ande­re Bau­m­er­kran­kun­gen, die durch das vom Kli­ma­wan­del erzeug­te Ungleich­ge­wicht im Öko­sys­tem Wald zu einem dras­ti­schen Rück­gang der Baum­be­stän­de füh­ren. 

Bäu­me pflan­zen: War­um Auf­fors­tung Teil der Lösung ist

Zu guter Letzt holzt der Mensch auch direkt mehr und mehr Wald ab, um die so ent­stan­de­ne Nutz­flä­che ander­wei­tig zu bewirt­schaf­ten, Stra­ßen oder Fabri­ken zu bau­en oder Wohn­flä­che zu erzeu­gen. Doch was sol­len wir nun tun? Wei­ter zuse­hen? Auf­hö­ren, Wald­flä­chen zu roden? Das wird lei­der nicht rei­chen. Wie bereits zu Beginn des Arti­kels beschrie­ben, müss­ten 300 Mil­lio­nen Bäu­me nach­ge­pflanzt wer­den, um die in letz­ter Zeit ent­stan­de­nen Schä­den aus­zu­glei­chen. 

Durch das Wie­der­auf­fors­ten könn­te dem Kli­ma­wan­del Ein­halt gebo­ten wer­den – zumin­dest stück­wei­se. Stu­di­en haben jüngst belegt, dass das Pflan­zen von Bäu­men dazu führt, dass ein Teil des vom Men­schen aus­ge­sto­ße­nen CO2s gefil­tert wird und so die Aus­wir­kun­gen auf das Kli­ma ein­ge­dämmt wer­den. Natür­lich ist dies nicht das Ein­zi­ge, was wir tun kön­nen und müs­sen, auch die Reduk­ti­on von CO2 soll­te wei­ter­hin ange­strebt und so schnell wie mög­lich umge­setzt wer­den. 

Hilf uns, die Welt zu ret­ten – wer­de aktiv mit Tree­Plan­ting­Pro­jects

Doch Auf­fors­tung ist der ein­fachs­te, schnells­te und effi­zi­en­tes­te Weg, dem Kli­ma­wan­del etwas ent­ge­gen zu set­zen. Und dafür müs­sen wir nicht ein­mal auf Poli­tik und Wirt­schaft war­ten! Jeder kann selbst etwas tun. Mit Tree­Plan­ting­Pro­jects gibt es nun eine Com­mu­ni­ty, über die jeder Baum­pflanz­pro­jek­te orga­ni­sie­ren, unter­stüt­zen und umset­zen kann.

Also egal was du tun möch­test – spen­den, pflan­zen, Bäu­me ver­schen­ken oder dein eige­nes Baum­pflanz­pro­jekt auf­zie­hen – war­te nicht mehr! Star­te jetzt durch und begin­ne gemein­sam mit uns die grü­ne Revo­lu­ti­on!

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