Pflanzprojekte bei TPP: Unser Projektplan

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Wenn du nicht bei irgendeiner Suchmaschine falsch abgebogen oder durch eine Verkettung glücklicher Umstände zufällig auf dieser Seite gelandet bist, weißt du wahrscheinlich bereits, dass TPP für TreePlantingProjects steht. Wie der Name verrät, geht es uns also in erster Linie um die Organisation und Durchführung von Baumpflanzprojekten. Wir reden ganz explizit von Projekten im Plural, weil wir uns keineswegs ausschließlich auf unser lokales Vorhaben in Mittelfranken konzentrieren möchten, sondern gerne möglichst viele Projekte in ganz Deutschland (und – wer weiß – vielleicht irgendwann auch europa- oder gar weltweit) unterstützen und mit aufbauen wollen.

Unser erklärtes Ziel ist es, zu einer Plattform für Baumpflanzprojekte zu werden. Zu einem Ort also, an dem sich all jene vernetzen können, die in ihrer eigenen Region Projekte starten möchten, um die Wälder dort zu erhalten und so gegen den Klimawandel zu kämpfen. Es soll eine Online-Community entstehen, in der wir voneinander lernen können, und wo Projekte, die an vollkommen unterschiedlichen Orten stattfinden, dennoch aufeinander aufbauen. So kann das gesamte Netzwerk von den Erfahrungen aus individuellen Pflanzaktionen profitieren und Fehltritte die einmal begangen wurden bleiben genau das – einmalige Fehler.

Da nun unser mittelfränkisches Pilotprojekt RESPECT TPP langsam aber sicher in die heiße Phase geht, möchten wir dir hier vorstellen, nach welcher Schablone das Vorhaben geplant wurde und wo wir aktuell stehen.

Große Ziele sind nur im Team erreichbar

Wer sich entschlossen hat, ein Baumpflanzprojekt aufzuziehen, sprüht wahrscheinlich förmlich vor Tatendrang und würde am liebsten direkt anfangen im nächsten Fichtenforst verschiedenste Laubbäume zu pflanzen. Aber – wie bei den meisten Projekten – ist auch hier zunächst jede Menge Organisations- und Planungsarbeit zu leisten. In dieser frühen Phase sollte man sich zuallererst darauf konzentrieren, ein motiviertes Kernteam aufzubauen, das als Motor und Schaltstelle fungiert, und das später nach Bedarf erweitert werden kann. Natürlich bietet es sich für den Anfang an, im Freundes- oder Familienkreis, beziehungsweise unter Kollegen und Bekannten nach Mitstreitern zu suchen. Bestenfalls findet sich in diesem Team bereits der ein oder andere Forstexperte. Noch wichtiger sind für einen gelungenen Start allerdings vor allem Organisationstalente und Menschen, die (beispielsweise über Vereine) lokal gut vernetzt sind.

Bei unserem Pilotprojekt haben wir das große Glück, mehr oder minder von Anfang an mit der RESPECT-Initiative zusammenzuarbeiten – einem regional bekannten und etablieren Verein, der in den Bereichen Umweltschutz und Kultur tätig ist. Über solche Verbindungen ist es nicht nur leichter, in der Öffentlichkeit erste Aufmerksamkeit für Projekte zu generieren, sondern sie verleihen auch Glaubwürdigkeit und schaffen Vertrauen.

Pflanzung des ersten TPP-Baumes. Foto: TPP

Hat sich ein Kernteam zusammengefunden, muss als Nächstes ein Projektziel gesetzt werden, mit dem sich alle identifizieren können. Wichtig ist dabei, das Potenzial des Standortes und des Teams richtig einzuschätzen. Ist das Ziel zu bescheiden, scheint es zu ambitioniert oder gar unerreichbar, kann das im Team auf Dauer zu Motivationsverlusten führen.
Wir sehen bei TreePlantingProjects vorerst generell drei Arten von Projekten vor, die wir über unsere Plattform unterstützen wollen: Die Wiederaufforstung beziehungsweise Renaturierung von beschädigten Wäldern und Monokulturen, die Pflanzung von Neuwald auf Flächen die nicht anderweitig genutzt werden und die Anlage und Pflege von Obstwiesen.

Es kann bereits in dieser frühen Phase hilfreich sein, nicht nur qualitative, sonder auch quantitative Überlegungen anzustellen. Sprich: Neben dem Gedanken „was wollen wir tun“ sollte auch eine ungefähre Vorstellung davon entstehen, wie viel Fläche realistisch bearbeitet und dauerhaft gepflegt werden kann.

Für RESPECT TPP haben wir uns vorgenommen, zunächst keine riesigen Flächen aufzuforsten, dafür aber alle drei oben genannten Spielarten von Baumpflanzprojekten auszuprobieren. So können wir sicherstellen, dass für alle Folgeprojekte bereits ein Grundstock an Erfahrung bereitsteht.

Aufmerksamkeit ist der Schlüssel zum Erfolg

Nachdem also ein Team gefunden und das Ziel gesetzt ist, müssen natürlich die nötigen Flächen und Gelder beschafft werden. Nun mag es sein, dass sich im Kernteam ein wohlhabender Grundbesitzer findet, der nur zu gern die eigenen Finanzen und Flächen zur Verfügung stellt, aber das ist – seien wir ehrlich – eher unwahrscheinlich. Deshalb ist es umso wichtiger, öffentlich für das Projekt zu werben. Das kann selbstverständlich auch über Social Media geschehen, aber es wäre sträflich hier die lokalen Medien zu vernachlässigen. Die individuellen Baumpflanzprojekte sind in erster Linie von regionalem Interesse. Deshalb lohnt es sich besonders, die örtliche Presse in den Informationsfluss mit einzubeziehen.

Bei RESPECT TPP haben wir festgestellt, dass es gerade lokale Kanäle sind, die Menschen neugierig machen und beispielsweise zu Informationsveranstaltungen locken. Die Resonanz auf die ersten Berichte über unser Projekt hat uns positiv überrascht! Besonders bei der Findung von Flächen hat uns die Öffentlichkeitsarbeit sehr geholfen – mehr als 5.000 m ² wurden uns von Gasthaus Fetz in Götteldorf zugesagt und wir sind mit weiteren Partnern im Gespräch.

Zur Finanzierung von gemeinnützigen Baumpflanzprojekten können verschiedene Fördergelder in Anspruch genommen werden, und natürlich ist auch das Sammeln von Spenden möglich. TPP-Projekte können außerdem auf die Spendenfunktion auf unserer Website www.TreePlantingProjects.com zurückgreifen.
Insgesamt sollte man beim Werben für das eigene Pflanzprojekt drei Ziele im Auge behalten: die Beschaffung von Flächen, Finanzen und Helfern. An diesem Punkt angelangt, ist es nämlich höchste Zeit das Kernteam zu vergrößern, um letztendlich bei den Pflanzaktionen auf eine große Anzahl von tatkräftigen Unterstützern zurückgreifen zu können. Auch sollte man sich spätestens jetzt Fachkompetenz mit ins Boot holen. Auch hier können lokale Organisationen und Vereine helfen. Bei RESPECT TPP steht uns beispielsweise die Forstbetriebsgemeinschaft Westmittelfranken mit Rat und Tat zur Seite.

Pflanzen und Pflegen

Wenn Finanzen, Flächen und ausreichend Helfer vorhanden sind, kann endlich die „richtige“ Arbeit beginnen. Und genau an dieser Stelle stehen wir aktuell mit RESPECT TPP. Für Frühjahr haben wir die ersten Pflanzaktionen geplant (die Termine sind hier zu finden). Bereits nächste Woche geht es los!

Junge Bäume brauchen Pflege. Foto: TPP

Die finale Phase kann von Projekt zu Projekt recht unterschiedlich aussehen, je nachdem ob es sich um ein Renaturierungs-, Neuwald- oder Obstwiesenprojekt handelt. Wichtig ist in jedem Fall, genügend Zeit in die Organisation und Planung der Pflanzaktionen zu stecken (woher bekommen wir Werkzeuge, wie kommen die Helfer zur Pflanzfläche, wie schützen wir die jungen Bäume vor Verbiss, etc.). Und auch das mittel- und langfristige Vorgehen will durchdacht sein. Wenn das Ziel erreicht ist, ist die Arbeit nämlich noch lange nicht beendet: Ganz egal ob Wald oder Obstwiese, die Fläche will gepflegt werden. Dazu bietet es sich an, aus den Reihen von Kern- und Pflanzteam eine Gruppe von engagierten Waldfreunden zu bilden, die sich dauerhaft um die Projektbäume kümmert.

Mit RESPECT TPP sind wir zwar noch nicht so weit, Du kannst dich aber darauf verlassen, dass wir alle weiteren Erfahrungen, die wir beim #GemeinsamAufbäumen sammeln, hier und auf unserer Website dokumentieren werden. Folge uns auf Social Media (@TreePlantingProjects auf Instagram und Facebook), um auf dem Laufenden zu bleiben oder melde dich sich als Helfer für eine unserer Pflanzaktionen.

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